Das Tierschutzteam 2025/2026.
Der Präsident Robert Di Falco berichtete zudem über den ersten Katzenkastrationstag im Appenzellerland, welcher sich auch in Zukunft als erfolgreiches Projekt für die Katzengesundheit der Hofkatzen in beiden Halbkantonen auswirken könnte. Er würdigte die Arbeit aller Beteiligten, insbesondere die des Vereinsteams, welches gerade für dieses Projekt ausserordentliches geleistet hat. Die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen, NetAP, Schweizer Tierschutz STS und der Schulgemeinde Stein AR sei es mitunter zu verdanken, dass diese Aktion erfolgreich über die Bühne ging. Das sich aus der Aktion Fälle von grösseren Tierschutzverstössen zeigten, konnte nicht kalkuliert werden. Di Falco betont, dass die immer komplexer werdenden Tierschutzfälle der rechtlichen Prüfung standhalten müssten, um den Vollzug erfolgreich zu garantieren. Auch wenn sich die Schweiz mit dem strengsten Tierschutzgesetz auszeichnen möchte, hapert der Vollzug in vielen Fällen. Bekannte Beispiele wie Ramiswil SO und Hefenhofen TG müssten im Appenzellerland vermieden werden.
Di Falco macht deutlich, dass die beschränkten Befugnisse von gemeinnützigen Vereinen Lücken im Vollzugssystem provozieren, und dass kommunale und kantonale Hilfestellungen nötig seien, um bessere Tierschutzkontrollen und einen lückenlosen Vollzug zu gewährleisten.
«Tierschutz ist ein kultureller Gegenentwurf zur Gleichgültigkeit.»
In diesem Jahr muss der Verein Abgänge verkraften. Sara Roderer, Katherine Timmel Zamboni und Präsident Robert Di Falco ziehen sich aus dem Vereinsgeschäft zurück. Die Arbeit des Vorstands und der gesamten Teams wurden gewürdigt und die abtretenden Vorstandsmitglieder wurden offiziell verabschiedet. Claudia Schiess wurde einstimmig als Präsidentin ad interim gewählt und Carmen Zingg unterstützt den Verein in Zukunft als Vizepräsidentin.
Di Falco blickt auf erfolgreiche, bewegende Vereinsjahre zurück. Der Präsident konnte nach 8 Jahren Vorstandsarbeit und fünf Jahren Präsidentschaft eine positive Bilanz ziehen und wurde einstimmig von den Mitgliedern und vom Vorstand zum Ehrenmitglied gewählt. In seiner Rede äusserte der Präsident Besorgnis über die aktuellen moralischen Entwicklungen und Vorherrschaft der Macht des Stärkeren in der Gesellschaft. Empathie sei nicht als Schwäche oder Defizit zu akzeptieren, sondern gerade in heutigen Zeiten eine notwendige Haltung, um den Schwächsten der Gesellschaft, den Tieren, eine Stimme zu geben. «Tierschutz ist mehr als bloss Tierversorgung, Tierschutz ist ein kultureller Gegenentwurf zur Gleichgültigkeit,» sagt Di Falco. «Tierschutz ist eine Haltung und eine Verantwortung, die viele Menschen mit vielem verbindet.»
Eva Suhner, Vizepräsidentin vom Schweizer Tierschutz STS, konnte den Mitgliedern mit ihrem Gastbeitrag den Dachverband und dessen Reformprozesse näherbringen. Suhner lobte die Arbeit der 70 Sektionen und präsentierte die strategischen Ziele des Dachverbandes STS und erläuterte den aktuellen Wandel in der grössten Tierschutzorganisation der Schweiz. Di Falco würdigt die Zusammenarbeit mit dem STS und blickt positiv indie Zukunft und die Zusammenarbeit des STS mit der Sektion Appenzell. «Wir brauchen starke Partnerschaften. Sei es in rechtlichen und weiteren unterstützenden Belangen. Der STS intensiviert die Zusammenarbeit mit seinen Sektionen.» sagt Suhner und beantwortet laufend Fragen aus dem Publikum. Die Gäste und Mitglieder konnten sich im Anschluss an die Präsentationen an einem veganen Buffet verköstigen und den interessanten Abend gemeinsam ausklingen lassen.(df)
Impressionen der Hauptversammlung
06/2026
















